EIN KLEINER BLICK IN DIE GESCHICHTE DER GARTENBAUKUNST Kulturhistorisch ist es anzunehmen, dass die Frau die ersten Gärten anlegte. Während der Mann jagte, sammelte sie Früchte. Dabei beobachtete die Frau das Phänomen des Keimens und der Blüte. Essbare Arten wurden deshalb auf einem Stück Land in der Nähe der Behausung gesammelt und langsam kultiviert.                                                                                                                                            Diese Form des Gartens begleitet den Menschen durch die gesamte Zeit seiner Entwicklung.Egal ob als erstmals bearbeitetes Stück Land, zur Selbstversorgung am Haus oder als Schrebergarten vor den Toren der Stadt.                                                                                                                                      Man findet diese Küchen und Nutzgärten aber auch als Element von großen Gartenanlagen, wie zum Beispiel in den unteren Parterren, der in Stufen angelegten Gärten Italiens des 16. und 17. Jahrhunderts.                                                                                                                                                         Im Vordergrund steht allerdings der repräsentative Garten. Könige, weltliche und kirchliche Fürsten ließen Lust und Wandelgärten entstehen. Riesige Gartenanlagen spiegelten den Reichtum und die Macht des Eigentümers wider. Sie standen für den jeweiligen Kunst und Kulturgeschmack der Zeit.   Beherrschende Stilmittel sind über viele Jahrhunderte Wasser und Hecken. Brunnen, künstliche Kanäle, Formschnitte und Labyrinthe faszinieren die Gäste und Besucher bis heute.Ganze Landschaften wurden umgestaltet, um Terrassen, Grotten, Tempelanlagen und Wasserstraßen anzulegen.                                                                                                                                                RENAISSANCE und BAROCK schmückten die Gärten mit antiken Skulpturen, Fabelgestalten aus Stein und Marmor und einer Fülle von Ornamenten.   Auch die Gartenbaukunst in ENGLAND entwickelt sich durch die Jahrhunderte unter diesen Einflüssen. In den Gärten des 16. Jahrhunderts prägten Symbole der Fürstenhäuser das Gartenbild:Auf Säulen, Tafeln, Wappen, in Form geschnittene Hecken und bepflanzte Beeten findet man die TUDOR-ROSE. Das Friedenssymbol nach dem 30 jährigen Rosenkrieg zwischen den Häusern York und Lancaster. Die Farben beider Fürstenhäuser vereint in einer Rose, weiß auf rotem Grund. Die Wappenrose des heutigen englischen Königshauses.                                                                                     Im 17. Jahrhundert bildet der Garten die Bühne für aufwendige Wasserspiele und Bildhauerkunst nach antiken Motiven.                                                                                                                                     Nach dieser an Üppigkeit kaum zu übertreffenden Periode, besann man sich im 18. Jahrhundert zurück auf die Natur. Es entstanden Landschaftsgärten, die kaum noch Dekor aufwiesen, aber vornehme Einfachheit ausstrahlten. Gebäude und Wohnhäuser rücken an den Rand, gleichzeitig findet man Küchengärten und Blumenbeete wieder weiter im Vordergrund.   Da die englische, einheimische Fauna und Flora recht monoton erschien, begann man Pflanzen aus allen Herren Ländern mitzubringen. So entwickelten sich im 18. Jahrhundert die BOTANISCHEN GÄRTEN. Auch hier waren Frauen federführend für die Entstehung von Pflanzensammlungen, während die Männer des Adels mit Handel, Politik und Kriegsführung beschäftigt waren.Für die empfindlichen, exotischen Exemplare wurden wunderbare Gewächshäuser gebaut und die schlichten Landschaftsgärten wurden durch immer mehr Blumen belebt.                                                 Die Vorliebe der Engländer für Blumengärten ist berühmt und bis heute unübertroffen.Von dieser Kunst profitieren wir hier auch im Rosarium.                                                                             Die Teeclipper und Gewürzladungen hatten auch Rosen im Gepäck, die die Grundlage der meisten Rosenzüchtungen sind, die Sie hier auf dem Gelände des Gartens bewundern dürfen.                         Am ursprünglichsten ist die CHINESISCHE ROSE PTERACANTHER, mit einzigartigen 4 Blütenblättern, auch als Stacheldrahtrose bekannt. Oder die Damaszener ROSE DE RESHT aus dem Orient , mit vielen ätherischen Ölen als Grundlage für die Parfümherstellung.                                                                          Züchter, wie der berühmte Brite DAVID AUSTIN, erschufen daraus duftende Schönheiten, wie die CONSTANCE SPRY, GERTRUDE JEKYLL, LEANDER und viele, viele mehr.   Heute ist es das oberste Ziel aller namhaften Züchter eine Rose mit auffallender Blüte, Duft und gesundem Blatt zu schaffen. Ein jahrelanger Prozess.   Wir sind stolz darauf, einer der größten Sammlungen englischer und historischer Duftrosen in Deutschland im Rosarium präsentieren zu können.   Wir freuen uns auf Ihren Besuch! Ihr ROSARIUM-TEAM
Juli 2017
EIN KLEINER BLICK IN DIE GESCHICHTE DER GARTENBAUKUNST Kulturhistorisch ist es anzunehmen, dass die Frau die ersten Gärten anlegte. Während der Mann jagte, sammelte sie Früchte. Dabei beobachtete die Frau das Phänomen des Keimens und der Blüte. Essbare Arten wurden deshalb auf einem Stück Land in der Nähe der Behausung gesammelt und langsam kultiviert.                                                                                                                                            Diese Form des Gartens begleitet den Menschen durch die gesamte Zeit seiner Entwicklung.Egal ob als erstmals bearbeitetes Stück Land, zur Selbstversorgung am Haus oder als Schrebergarten vor den Toren der Stadt.                                                                                                                                      Man findet diese Küchen und Nutzgärten aber auch als Element von großen Gartenanlagen, wie zum Beispiel in den unteren Parterren, der in Stufen angelegten Gärten Italiens des 16. und 17. Jahrhunderts.                                                                                                                                                         Im Vordergrund steht allerdings der repräsentative Garten. Könige, weltliche und kirchliche Fürsten ließen Lust und Wandelgärten entstehen. Riesige Gartenanlagen spiegelten den Reichtum und die Macht des Eigentümers wider. Sie standen für den jeweiligen Kunst und Kulturgeschmack der Zeit.   Beherrschende Stilmittel sind über viele Jahrhunderte Wasser und Hecken. Brunnen, künstliche Kanäle, Formschnitte und Labyrinthe faszinieren die Gäste und Besucher bis heute.Ganze Landschaften wurden umgestaltet, um Terrassen, Grotten, Tempelanlagen und Wasserstraßen anzulegen.                                                                                                                                                RENAISSANCE und BAROCK schmückten die Gärten mit antiken Skulpturen, Fabelgestalten aus Stein und Marmor und einer Fülle von Ornamenten.   Auch die Gartenbaukunst in ENGLAND entwickelt sich durch die Jahrhunderte unter diesen Einflüssen. In den Gärten des 16. Jahrhunderts prägten Symbole der Fürstenhäuser das Gartenbild:Auf Säulen, Tafeln, Wappen, in Form geschnittene Hecken und bepflanzte Beeten findet man die TUDOR-ROSE. Das Friedenssymbol nach dem 30 jährigen Rosenkrieg zwischen den Häusern York und Lancaster. Die Farben beider Fürstenhäuser vereint in einer Rose, weiß auf rotem Grund. Die Wappenrose des heutigen englischen Königshauses.                                                                                     Im 17. Jahrhundert bildet der Garten die Bühne für aufwendige Wasserspiele und Bildhauerkunst nach antiken Motiven.                                                                                                                                     Nach dieser an Üppigkeit kaum zu übertreffenden Periode, besann man sich im 18. Jahrhundert zurück auf die Natur. Es entstanden Landschaftsgärten, die kaum noch Dekor aufwiesen, aber vornehme Einfachheit ausstrahlten. Gebäude und Wohnhäuser rücken an den Rand, gleichzeitig findet man Küchengärten und Blumenbeete wieder weiter im Vordergrund.   Da die englische, einheimische Fauna und Flora recht monoton erschien, begann man Pflanzen aus allen Herren Ländern mitzubringen. So entwickelten sich im 18. Jahrhundert die BOTANISCHEN GÄRTEN. Auch hier waren Frauen federführend für die Entstehung von Pflanzensammlungen, während die Männer des Adels mit Handel, Politik und Kriegsführung beschäftigt waren.Für die empfindlichen, exotischen Exemplare wurden wunderbare Gewächshäuser gebaut und die schlichten Landschaftsgärten wurden durch immer mehr Blumen belebt.                                                 Die Vorliebe der Engländer für Blumengärten ist berühmt und bis heute unübertroffen.Von dieser Kunst profitieren wir hier auch im Rosarium.Die Teeclipper und Gewürzladungen hatten auch Rosen im Gepäck, die die Grundlage der meisten Rosenzüchtungen sind, die Sie hier auf dem Gelände des Gartens bewundern dürfen.                         Am ursprünglichsten ist die CHINESISCHE ROSE PTERACANTHER, mit einzigartigen 4 Blütenblättern, auch als Stacheldrahtrose bekannt. Oder die Damaszener ROSE DE RESHT aus dem Orient , mit vielen ätherischen Ölen als Grundlage für die Parfümherstellung.                                                                          Züchter, wie der berühmte Brite DAVID AUSTIN, erschufen daraus duftende Schönheiten, wie die CONSTANCE SPRY, GERTRUDE JEKYLL, LEANDER und viele, viele mehr.   Heute ist es das oberste Ziel aller namhaften Züchter eine Rose mit auffallender Blüte, Duft und gesundem Blatt zu schaffen. Ein jahrelanger Prozess.   Wir sind stolz darauf, einer der größten Sammlungen englischer und historischer Duftrosen in Deutschland im Rosarium präsentieren zu können.   Wir freuen uns auf Ihren Besuch!   Ihr ROSARIUM-TEAM
Juli 2017